Samstag, 01. August 2026
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Kommunale Presseinformationen & Kommunalpolitik

Rathaus Pankow

Im Jahr 2025 haben sich der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam mit den Gewerkschaften DJV und ver.di/dju auf einen neuen Gehaltstarifvertrag (GTV) für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sowie auf einen entsprechenden Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten verständigt. 

Im Land Berlin gelten dazu die Tariftreuebedingungen das Landes Berlin, die konkludent die Übernahme geltender Tarifbedingungen anfordern. Dies ist politisch, psychologisch und volkswirtschaftlich höchst sinnvoll, weil es „gute Arbeit“ im Journalismus und lokale Demokratie sichern soll!

Der Presse- und Anzeigenmarkt für Lokalpressemedien ist jedoch im Land Berlin in höchstem Maß „gestört.“ — Lokaljournalismus kann nicht über „Klickanzeigen“ finanziert werden, weil die Demografie bereits wirkt und Zuwanderung und Integration eine Enkulturation erschweren. Die Demokratie selbst ist dabei gefährdet und bereits auch dysfunktional umgestaltet. Die bestehende Presselandschaft publiziert hinter Abo-Paywalls und schließt die Mehrheit der Stadtbevölkerung von systemrelevanten Informationen aus. Social Media sind nicht hinreichend transparent und bilden keine demokratischen Prozesse ab. BVV und Abgeordnetenhaus sind ohne ausreichende Kontrolle durch die 4. Gewalt. Die Öffentlichkeit kann sich nicht als verlässliche 5. Gewalt konstituieren und bevorzugt die Bildung von Eliten und elitären Formen der Lobby-Demokratie.

Die Berliner Bezirke sind zu klein, um die erforderlichen 2-4 dauerbeobachtenden unabhängigen Lokaljournalisten (w/d/m) zu Mindestkonditionen per Werbefinanzierung zu beschäftigen!

Freiwillige Übernahme der Tarifkonditionen des BDZV/DJV

Ab 1.8.2026 werden die Tarifvertragskonditionen des BDZV/DJV freiwillig übernommen und vorerst (nur) nach Kassenlage umgesetzt. Es ist ein strategischer Schritt, der auf die Kulturstadt und die Kreativwirtschaft ausstrahlt und Synergien der offenen Gesellschaft weckt.
Für den Bereich Kommunale Presseinformationen & Kommunalpolitik entsteht ein unausweichliches Junktim für „qualitativen lokalen Zeitungsjournalismus“:

  • 3,89 €/Einwohner/Jahr müssen als Finanzierung gesichert sein, um im Bezirk Lokaljournalismus im Rahmen des Pressekodex zu etablieren.
  • 2-4 dauerbeobachtende Journalisten sind mindestens erforderlich, um die Nachrichtenlage und erforderliche Recherchen abzusichern.
  • Nach öffentlichen Preisrecht gem. VO Pr 30/53 sind die Selbstkosten des tragenden Unternehmens einschließlich aller anrechenbaren Aufwendungen zu finanzieren, denn Lokaljournalismus sichert und konstituiert die Demokratie im Rechtsrahmen von Grundgesetz, Landesverfassung und EU-Rechtsrahmen.
  • Die Zuschläge für Wagnis und Gewinn sind auf Selbstkosten plus 6% als Nettobeträge limitiert. Das entspricht den Bedingungen des öffentlichen Preisrechts, unabhängig von der Unternehmensform.

Nach derzeitiger Einschätzung kann mit 2-4 dauerbeobachtenden Journalisten die übliche Arbeit der BVV und des Berliner Abgeordnetenhauses berichtet, eingeordnet und kommentiert werden. Recherchen und Wort/Bild/Termine vor Ort sind damit im üblichen Umfang leistbar. Für Fotos und Bildhonorare ist eine Fixpreisbindung gegeben, die pressefreie Publikation sichert, und dauernde digitale Abrufbarkeit.


Public Media und Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Ab 2.8.2026 gelten die Regeln AI Act, des weltweit das erste Regelwerk für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Es gilt eine Transparenzpflicht. Das heißt, künstlich erzeugte oder bearbeitete Inhalte (Audios, Bilder, Videos) müssen eindeutig als solche gekennzeichnet werden.

Für Redaktionen von Pressemedien entsteht ein hoher zusätzlicher Aufwand, durch Pressemeldungen, PR-News und allgemeinen Nachrichten, die erst zusätzlich authentifiziert, verifiziert und lekoriert werden müssen. Denn die Large-Language-Models (LLM´s) von gebräuchlichen Anwendungen wie ChatGPT verfügen nicht über tagesaktuelle Trainingsdaten und sind oft sogar mit falschen Daten trainiert worden. Die zusätzlichen Aufwendungen für Personal und Ressourcen sind durch die KI-Unternehmen verursacht und müssen durch entsprechende Abgaben aufgebracht werden. Hierzu stehen Regulierungen noch aus!
Die Korrektur von LLM´s wird womöglich ein eigenes lektorierendes journalistisches Arbeitsfeld, das auch von den KI-Plattformen honoriert werden muss.


Public Media und Einsatz von digitalen Anzeigen-Systemen

Die Schaltung von digitalen Anzeigen-Systemen wie Google-Ads oder Microsoft-Advertising kann für Lokalpresse-Medien keine nachhaltigen Einnahmen generieren. Die Verwaltung, Controlling und der erforderliche Änderungsdienst verursachen zusätzliche Personalkosten, die durch die Systembetreiber veranlasst sind, und mit Journalismus nur wenig zu tun haben. Da sich KI-Systeme ohne Wertausgleich an den offenen publizierten journalistischen Daten ohne Genehmigung selbst bedienen, steht die Frage nach der fairen Leistungs- und Kostenverteilung im Raum. Journalismus sorgt für Offenheit und Innovation. Ohne tägliche journalistische genaue Arbeit verlieren die KI-Systeme ihre wichtigsten Datenlieferanten und Erzeuger von Leseaufmerksamkeit.

Zudem stellen sich elementare Wirtschaftlichkeitsfragen:

  • Google-Ads produzieren Klickreichweiten mit empfohlenen ergebnisoffenen Monatsbudgets von 300-1.000 €/Monat. Effektiv können dabei Kosten von bis zu 2.500 € für nur 1000 Kontakte auflaufen.
  • Public Media können dagegen ab rund 10 €/Quadratkilometer/Monat echte Leser plus Klicks generieren. Mit effektiven Lesereichweiten von ca. 10% der Einwohner eines Bezirks.

Die Klärung ob Betreiber von „Anzeigen- und KI-Systemen“ einen Zahlungsausgleich für Journalismus und eine „Demokratieabgabe“ leisten müssen, kann ggf. in einem Schiedsverfahren nach §§ 1025-1066 Zivilprozessordnung (ZPO) privatrechtlich herbeigeführt werden. Diese Option wird noch geprüft.

Solange die Europäische Union mit den Plattformkonzernen keine Regeln zur Digitalabgabe (hier: „Demokratieabgabe“) zur Finanzierung der unabhängigen 4. Gewalt aushandelt, bleibt nur der Ausweg über das Prinzip „Paid Content only“ — auch wenn das bisherigen Presse-Konventionen zuwider läuft!

Bleibt eine angemessene Klärung und ein angemessener Interessenausgleich aus, werden die künftig zu konnektierenden Anzeigensysteme weltweit im Amtsblatt der Europäischen Union ausgeschrieben. Ein Preis- und Konditionenwettbewerb kann so in Gang kommen, im Einklang mit dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV-VERTRAG).


PUBLIC MEDIA mit variablen tarifvertragskonformen „Touchpoint-Preissystem“ plus Content-Marketing-EU-weit

Das variable tarifvertragskonforme „TouchPoint-Preissystem“ mit Schaltpreisen für TouchPoints, BrandSquares und TouchBars funktioniert bereits und ist EU-weit ausbaubar. Mit dem freiwilligen Übergang zum tarifvertragskonformen „TouchPoint-Preissystem“ können bereits Autor-Honorare und Zeilenhonorare für Journalisten bezahlt werden.

Noch bedeutender sind innovative & kreative Formate der „Author- & Creators-Economy“:

  • Gastbeiträge, News & Ankündigungen sind zugänglich für alle „Citizens,“
  • Rubriken & Fachthemen können eigenverantwortlich geschaltet & kuratiert werden,
  • TouchPoints*, BrandSquares und TouchBars entfalten ein ganzes Marketing-Ökosystem,
  • Stadtinformationen und echtzeitdynamische Informationen sind „on Air“ ohne Infrastruktur,
  • TouchPoints plus Landingpages entfalten Public Markets; lokal, regional & global sichtbar.
  • Content-Marketing entfaltet dazu viele individuelle budgetabhängigenMöglichkeitnen.
  • RichMedia-Content, Videos, Podcasts und offene Links ermöglichen „Connectivity4All.“
  • Echtzeit- und Public Value-Systeme sind konnektierbar, ideal für Public-Health-Apps.

Der schrittweise Umstieg in tarifvertraglich konforme Bezahlung für „dauerbeobachtende Journalisten“ und freie Mitarbeitende wird damit vorbereitet.

Es hängt aber von der Berliner Wirtschaft ab, ob ein unabhängiger dauerbeobachtender Journalismus „erwünscht“ und finanziert wird. Bleibt es bei der bisher über zehn Jahre andauernden Zurückhaltung, wird die bisherige „Berlin-Präferenz“ aufgegeben.
Das Konzept Public Media kann auch allein mit dem europaweiten Wettbewerb interagieren. Angesichts erster Medienkooperationen mit anderen Lokalpresse-Medien sind die mit dem Prinzip „Public Media“ verbundenen Innovationen & Disruptionen sogar in andere Städte und Regionen EU-weit übertragbar.

Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen und wegen des fehlenden Schutzes von Urheber- & Autor-Rechten vor KI-Systemen, sind derzeit offene allgemeine Geschäftsbedingungen obsolet. Ersatzweise werden nur die Einstiegskonditionen veröffentlicht, die Registrierung und erste Veröffentlichung betreffen.

Aktuell gibt es eine „einfache transparente Preisregel“: die erste Veröffentlichung kostet 66,– €.

TouchPoints und BrandSquares die ab 1.9.2026 geschaltet werden, haben ein Jahr Laufzeit und kosten 148,– € pro Jahr bzw. 500,– € pro Jahr ( auch MWST. frei abrechenbar über Agentur). BrandBars sind ab 90 ,–€/Monat buchbar, mit Preisen bis zu 310 €/Monat ( auch MWST. frei abrechenbar über Agentur).

Alle Schalt- und Leistungspreise können individuell nach dem gewünschten MediaPlan angepasst werden. Mediapläne werden vertraulich gehandelt und nur in Papierform dokumentiert, um „KI-Vertraulichkeit“ zu sichern. Nach Registrierung und erster Buchung eines Mediabudgets wird jeweils ein Angebot übermittelt.

PUBLIC MEDIA — Einstiegkonditionen ab 1.9.2026 (PDF-Datei wird am 3.8. verlinkt)


Systemwechsel und Restriktionen gegenüber KI-Systemen

Jede Form maschinellen Lernens beruht letztlich auf statistischer Regression: Vergangene Daten werden dabei genutzt, um die Zukunft zu extrapolieren. Das aber ist keine journalistische oder kreative oder intelligente Denkweise. Um das Primat der verantwortlichen Herausgeberschaft und die Souveränität des kreativen Autors zu sichern, werden Vertragskonditionen künftig nicht mehr veröffentlicht!

Stattdessen werden jeweils spezifische „Non-Disclosure-Agreements (NDA) “ und „vereinbarte MediaBudgets notwendig, die auch den Schutz gegen KI-Angriffe betreffen und die Rechte- und Lizenzklärung für pressefreie permanente Publikation beinhalten. PR-Agenturen ohne buchbare Mediabudgets werden somit zukünftig irrelevant! KI-Systeme und Google Gemini fragen bereits originären „Author-Content“ nach.

Weitere Informationen:

Kontakt zur Redaktion: info@pankower-allgemeine-zeitung.de
Content-Marketing, Marketing & Werbung: info@anzeigio.de

a/m