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Vor 30 Jahren: der revolutionäre Moment des 4.11.1989

Demonstration in der Karl-Liebknecht-Straße

Vor 30 Jahren, am 4.November 1989, wurde die große Alexanderplatz-Demonstration zum revolutionären Moment. Es war die größte nicht staatlich gelenkte Demonstration in der Geschichte der DDR. Die Demonstration fand am 4. November 1989 in Ost-Berlin statt.

Die Initiative dazu ging ab von Schauspielern und Mitarbeitern an Ost-Berliner Theatern aus. Unter dem Eindruck der Übergriffe von Volkspolizei und Staatssicherheit gegen Demonstranten während der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR, fand am 15. Oktober 1989 eine Versammlung von 800 Theaterleuten in Berlin statt. Jutta Wachowiak machte den ersten Vorschlag einer Demonstration für eine demokratische DDR. Ihr Vorschlag war auf Anregung des Neuen Forums entstanden.

Am 17. Oktober 1989 stellte eine Gruppe von Theaterleuten den Antrag auf Zulassung einer Demonstration für die Artikel 27 und 28 der Verfassung der DDR, der am 26. Oktober 1989 auch genehmigt wurde.
Als offizielle Veranstalter fungierten die Künstler der Berliner Theater, der Verband der Bildenden Künstler, der Verband der Film- und Fernsehschaffenden und das Komitee für Unterhaltungskunst. Es war die erste offiziell genehmigte Demonstration in der DDR, die nicht vom Machtapparat ausgerichtet wurde. Es wurde eine Massendemonstration, die zur Auflösung des DDR-Regimes führte.

Der revolutionäre Moment des 4.11.1989 wurde schon einmal in der Pankower Allgemeine Zeitung thematisiert. Am 4. November 2015* erschien der Beitrag: 4. November´89: Der revolutionäre Moment mit eindrucksvollen Bildern aus dem Archiv Anne Schäfer-Junker, die damals mit dabei war.

Zentrale Figuren wie Heiner Müller, Stefan Heym, Günter Schabowski und Christa Wolf wurden mitten im revolutionären Moment mit besorgten Gesichtern von der Kameralinse eingefangen.

* Die Pankower Allgemeine Zeitung hatte damals noch ein anderes Layout, mit etwas kleineren Bildformaten.

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m/s
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