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Antisemitismusbeauftragter Klein empfing israelischen Parlamentspräsidenten

Yuli Yoel Edelstein und Dr. Felix Klein

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, empfing gestern im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat den Präsidenten der Knesset, Yuli Yoel Edelstein.

Dieser zeigte sich erfreut über die seit dem Anschlag von Halle ergriffenen Maßnahmen. Klein betonte, um Judenhass dauerhaft zu bekämpfen, sei eine Kombination von Repression und Prävention das beste Rezept: „Wir wollen jüdisches Leben als selbstverständlichen Teil unserer Kultur und Gesellschaft sichtbarer machen“.

Yuli Edelstein ist der zweite israelische Spitzenpolitiker, der innerhalb von knapp zwei Wochen Berlin besucht. Edelstein ist 61 Jahre alt wurde in der heutigen Ukraine geboren. Vor rund 30 Jahren siedelte er nach Israel über und engagierte sich dort in der Politik. Edelstein gehört er dem nationalkonservativen Likud an. Er wohnt in einer Siedlung im Westjordanland.

Yuli Yoel Edelstein hat zwei Kinder, und ist verwitwet. Sein wichtigstes persönliches Thema ist die Rückführung von Juden nach Israel. Deshalb fungierte er bereits als Minister für Einwanderung und als Minister für Diasporaangelegenheiten.

Die Belebung der deutsch-israelischen Freundschaft und Beziehungen waren auch Thema eines Vortrags von Knesset-Präsident Yuli-Yoel Edelstein in der Adenauer-Stiftung in Berlin am 11. Februar 2020. Hier sprach er über die Besonderheit der deutsch-israelischen Freundschaft und bessere Beziehungen zu Europa.

Die diskutierten Themen und Fragen: Wie kann die historische Verantwortung an die junge Generation weitergegeben werden? Wie kann ein Auseinanderdriften beider Gesellschaften verhindert, wie können Antisemitismus und Nationalismus zurückgedrängt werden? Welche Rolle können Israel und Deutschland gemeinsam in der internationalen Politik spielen?

Mit Blick auf die gemeinsamen Beziehungen wünschte sich Yuli Yoel Edelstein eine verstärkte Kooperation bei bereits bestehenden, gemeinsamen Projekten. Und er erhofft sich eine verbesserte Zusammenarbeit im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft: Denn während es Deutschland und Israel eine „besondere Freundschaft entwickelt“ hätten, so Edelstein, sei es um die zwischen Israel und der EU nicht zum Besten bestellt.

Fazit von Yuli Yoel Edelstein: „Wir brauchen Tacheles und Pragmatik.“

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