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Bürgerstadt Buch Bauen!

Bürgerstadt Buch

Die Bürgerstadt AG aus Charlottenburg-Wilmersdorf bringt ein neues Konzept der Stadtentwicklung auf den Weg: „Bürger, baut eure Stadt!“ – Anders als bisher in Berlin übliche mit Kapitalfonds und Investoren-Finanzierungen initierte Projektentwicklungen, wird hier auf eigenwirtschaftliches Bauen für Genossenschaften und Baugruppen auf parzellierten Grundstücken gesetzt.

Die Planungen haben Hand und Fuß, und fügen sich an bisherige Siedlungsstrukturen im Pankower Norden zwischen Französisch Buchholz und Karow an.

Die Radialen Schönerlinder Straße und Bucher Straße erschließen über den Autobahnzubringer die geplante Bürgerstadt Buch. Ein erster S-Bahnhof Bürgerstadt Buch wird an dem geplanten S-Bahnhof Bucher Straße realisiert und versorgt das neue Zentrum. Um diesen S-Bahnhof herum liegt der Starterbereich.

Hinter der Bürgerstadt AG steht ein ganzes leistungsfähiges Team von Architekten und Baufachleuten, die schom viele herausragende Beispiele für neue Architektur und Baukultur geliefert haben.

Mit der Projektseite Bürgerstadt Buch Bauen wird das geplante städtebauliche Großprojekt offen präsentiert.

Charta für die Bürgerstadt Buch

Eine Charta für die Bürgerstadt Buch soll die Ziele bestimmen. So auch für den Starterbereich an dem geplanten S-Bahnhof Bürgerstadt Buch. Er umfasst 9 Baufelder für Genossenschaften, Baugruppen und selbstnutzende Bauherren. Ein Starter-Quartier mit 9 Quartieren im Südosten soll den vorgeschlagenen Weg testen.

Die Initiatoren halten eine gemischte Verteilung des Wohnungsbaus für sachgerecht:

50 % / 5.000 Wohnungen: BBU-Genossenschaften
10 % / 1.000 Wohnungen: Junge Genossenschaften
10 % / 1.000 Wohnungen: Bauherrengruppen
10 % / 1.000 Wohnungen: Sozial orientierte Wohnungsunternehmen
20 % / 2.000 Wohnungen: andere Bauherren.

Stadtplanung der Bürgerstadt Buch mischt alle Karten in Pankow neu

Die für viele überraschende Städtebauinitiative wurde von langer Hand vorbereitet. Ein kleiner Kreis von überwiegend SPD-nahen Planern, Architekten und Wohnungsbauexperten hat offenbar die Kritik an der Berliner Stadtentwicklungspolitik aufgenommen, und in ein handwerklich und städtebaulich schlüssiges Konzept übertragen. Einer der Köpfe ist Volker Härtig, Vorsitzender des Fachausschuß Soziale Stadt in der SPD.

Die noch unter Ägide der ehemaligen SPD-Stadtentwicklungssenatoren Michael Müller und Andreas Geisel vorangetriebenen Wohnungsbauprojekte „Elisabethaue“ und „Blankenburger Süden“ stecken derzeit in umfänglichen Planverfahren fest, und haben beide erhebliche Erschließungs- und Verkehrsprobleme, die viel Zeit kosten.

Auch das Projekt „Pankower Tor“ kann noch überholt werden. Da die Bürgerstadt Buch auch einen großen Eingriff in Natur und Landschaft mitbringt, müssen natürlich Ausgleichsflächen benannt werden. Gut möglich, dass künftig weite Teile des ehemaligen Rangierbahnhofs Pankow künftig Naturfläche und Stadtpark werden.

Mit der Bürgerstadt Buch könnte nun ein „städtbaulicher Schnell-Läufer“ in Gang kommen. Gerade zur rechten Zeit, in Zeiten sinkender öffentlicher Finanzspielräume, kommt das „Bürgerkapital“ neu ins Spiel. Wenn alle Vorbedingungen geschaffen sind, könnte schon in drei Jahren mit dem ersten Stadtbaustein begonnen werden.


Update 21.6.2019 09:00 Uhr

„Schrotschuß ins Sommerloch“ – die Reaktion von Pankows Bürgermeister Sören Benn

Heute morgen gab es eine erste Reaktion von Pankows Bürgermeister Sören Benn. Er gab sich überrascht, die Initiative sei bisher nicht vorstellig geworden. Sören Benn nannte den Vorstoß einen „Schrotschuß ins Sommerloch“, und verwies auf den geltenden Flächennutzungsplan, in dem auch Gewerbegebiete und Landschaftsschutz festgelegt sei. Ferner gibt es einen Betrieb für Pyro-Technik, der weite Abstandsflächen zu Wohnbauten beansprucht. Auch soll die Moorlinse in Buch weiträumig geschützt werden.
Pankows Bürgermeister verwies darauf, dass Pankow die meisten Neubauten in Berlin genehmigt und viele Bauflächen beplant, die auch von der Initiative Bürgerstadt bezeichnet sind. Benn verwies auf die problematische Verkehranbindung des Nordostens von Berlin und wies auf die notwendige Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Pankow hin.


Es stand in der Pankower Allgemeine Zeitung:

Französisch Buchholz – bitte erst fertig bauen! ( Michael Springer| 6. Mai 2015 )

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m/s
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