Samstag, 26. September 2026
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Erfindet die Volksbühne das Rad neu?

tipBerlin 10/2026

Die Volksbühne war lange ein Synonym für künstlerische Radikalität, volles Haus, Pop, Diskurs und ein wärmendes Gemeinschaftsgefühl. Es war die Ära Castorf, die 1992 in bester Aufbruchsstimmung begann und 2017 desillusioniert endete. Ein Spiegel Berlins. Castorfs Rauswurf sollte ein Neuanfang sein, wurde jedoch zum Niedergang. Nach dem Tod von René Pollesch jetzt die nächste Neubesetzung: Matthias Lilienthal, ehemals Castorfs Chefdramaturg, als HAU-Chef erfolgreich. Mit dem „Volksbad“ hat er gezeigt, dass er immer noch mit radikalen Aktionen gesellschaftliche Sprengkraft erzeugen und die Volksbühne in diesen kalten Zeiten wieder zur kulturellen Wärmestube der Stadt machen kann. Die Sehnsucht nach solch einem Ort ist riesig. Und Lilienthal will liefern. Gut so.

Auch im tipBerlin 10/2026:

  • Berlin-Wahl: Das haben wir nun davon
  • Zu den Waffen: Die Berlin-Offensive der Rüstungsbranche
  • Kantine West-Berlins: Neues Rogacki-Kochbuch mit Original-Rezepten
  • Danger Dan: Der Piano-Rapper über Angst und Antifa
  • Heimsuchung: Volker Schöndorff verfilmt Jenny Erpenbecks Bestseller
  • Stereophonic: Thomas Ostermeier holt gefeiertes Musikdrama vom Broadway zur Schaubühne
  • People Festival: 180 Musiker:innen aus aller Welt arbeiten im Funkhaus Berlin an neuer Musik
  • PLUS: 10 Seiten Wohnen-Spezial

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