Home > Aktuell > Neue Ausstattung für die Bundespolizei

Neue Ausstattung für die Bundespolizei

Bundespolizist mit neuen Einsatzmitteln

Die Bundespolizei erhält neue Einsatzmittel mit stärkerer Schutzwirkung und Wirkung aus: 4.400 neue Einsatzhelme, 3.000 aufgerüstete Maschinenpistolen und 4.500 neue taktische Westenhüllen werden beschafft. Die Bundespolizei stattet beginnend zum Ende des Jahres 2019 ihre Mitarbeiter damit noch besser aus.

Um künftig auf die stetig steigenden Einsatzanlässe vorbereitet zu sein, hat die Bundespolizei einige Ausrüstungsgegenstände neu beschafft, andere wiederum erneuert oder aufgerüstet.

Die neuen Helme schützen gegen Kalaschnikow-Geschosse und bieten mit einem Gewicht von unter 1.700 Gramm zudem noch einen hohen Tragekomfort für die Kollegen.

Die dritte Generation der taktischen Westen ermöglicht das Einlegen einer zusätzlichen Schutzplatte und damit eine größere Schutzwirkung. Zudem sind die schnitt- und stichschutzfesten Westen mit sogenannten MOLLE/PALS-Schlaufen und Flauschbefestigung ausgestattet. Damit können nahezu alle vorhandenen und künftigen Ausstattungen individuell angebracht werden.

Die Maschinenpistolen werden zur besseren Handhabung aufgerüstet. Das umfasst auch eine neue optische Visierung. Durch die sogenannten Reflexvisiere können Ziele schneller und auch bei Dunkelheit sicher erfasst werden.

Abgerundet wird das Ausstattungspaket mit 400 mobilen handgehaltenen Wärmebildgeräten der Firma Safrand. Damit werden die Beobachtungsmöglichkeiten in der Nacht für die Polizisten wesentlich verbessert. Die Optik bietet Beobachtungsmöglichkeiten auf mehrere Kilometer und nimmt dabei auch Personen und Sachen mit geringer Wärmesignatur wahr.

Vorwürfe des Nachrichtenmagazin FOCUS vom 21.12.2019, wonach die Bundespolizei zur neuen Bundeswehr werde, wurden in einer ausführlichen Pressemitteilung des Bundespolizeipräsidiums zurückgewiesen und stellte die tatsächliche aktuelle Sachlage klar;

Demnach haben sich alle deutschen polizeilichen Sicherheitsbehörden nach den terroristischen Angriffen seit Januar 2015 (Charlie Hebdo, Paris) ihre Einsatztaktiken und Ausstattungen überprüft und begonnen, ihre Verfahren gegen militärisch trainierte und ausgerüstete terroristische Täter anzupassen. Dieses Vorgehen wurden in den zuständigen Bund-Länder-Gremien abgestimmt und von der Bundespolizei mit Zustimmung des BMI umgesetzt. Zu diesem Zweck wurden die Haushaltsmittel ab 2016 regelmäßig verstärkt.

Dies betrifft vor allem die individuelle Schutzausstattung der Beamten, die Wirkausstattung von Mitteldistanzwaffen (Maschinenpistole 5) aber auch die Ausstattung mit geschützten Sonderfahrzeugen wie das Nachfolgefahrzeug für den seit den 80er Jahren verwendeten Sonderwagen 4 (SW 4) mit Waffenstationen für das Gewehr G 8 und die Maschinenpistole 5 (beide Waffen können Dauerfeuer schießen und unterliegen insofern dem Kriegswaffenkontrollgesetz).

Ferner wird die Beschaffung der 1. Fernbedienbare Leichten Waffenstation (FLW 100) für die EAGLE/ENOK-Fahrzeuge begründet, die aber noch nicht für den Einsatz freigegeben ist.

Ferner wird die Nachrüstung der drei neuen Einsatzschiffe der Bundespolizei mit Schiffsgeschützen Bofors 57 mm, die für terroristischen Bedrohungslagen und mögliche Auslandseinsätze beschafft werden.

Save this post as PDF

a/m
Neu: SmartCity-Datenschutzkonzept: Dieses Presse-Medium ist öffentlich! Inhalte werden im Internet wiederauffindbar archiviert. Cookies werden nur aus technischen Gründen verwendet, um Zugriffs-Statistiken zu messen und um Cloud-Dienste zugänglich zu machen. Bitte stellen Sie ihre Browser-Einstellungen zum Datenschutz und zum gewünschten Privacy-Schutz benutzerdefiniert ein. Mehr Informationen und eine Browser-Anleitung finden in unseren Datenschutz- und ePrivacy-Hinweisen.
✖   (Hinweis schließen)