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Neues Ökokonto für Buch/Hobrechtsfelde & Möllersfelde

Rieselfeld bei Hobrechtsfelde

Die Urlaubszeit für den Berliner Senat ist zu Ende. In der heutigen Sitzung wurden gleichzeitig viele Vorhaben beschlossen. Pankows Nordosten profitiert mit einem weiteren Ökokontoprojekt, das die sichere Finanzierung und Ausgestaltung von Naturschutzausgleichsmaßnahmen ermöglicht.

Der Bezirk Pankow und die Senatsverwaltungen für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- Klimaschutz sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen werten den Nordosten Berlins damit auf. Zwischen Blankenfelde, Karow und Buch können künftig für neue qualifizierte Ausgleichsflächen für Mensch und Natur geschaffen werden.

Ökokonto zur Beschleunigung von Wohnungsbauvorhaben

Das Ökokonto ermöglicht die frühzeitige Entwicklung von Ausgleichsflächen, die praktisch schon vor Baugenehmigung von Bauvorhaben gesichert sind. Genehmigungsverzögerungen wie am Pankower Tor, wo die Umsiedlung von wo Kreuzkröten (Bufo calamita) im Wege steht, können vermieden werden. Insgesamt können wichtige Bauvorhaben des Landes Berlins beschleunigt werden, sie die Idee des Ökokontos.

Basis für das Ökokontoprojekt ist das Landschaftsprogramm. Das neue Ökokontoprojekt wird dazu beitragen, zusammenhängende Landschaftsräume und Biotopverbünde zu entwickeln. Höhere ökologische Effekte für die Natur und eine attraktive, vernetzte Erholungslandschaft werden entstehen.

Das neue Ökokontoprojekt ist eingebettet in eine regional bedeutsame Freiraumkulisse im Nordosten Berlins, den Naturpark Barnim. Wichtige Flächen können behutsam weiterentwickelt und ergänzt werden..

Mögliche Ökokonto-Maßnahmen zur Aufwertung von Natur und Landschaft sind die Renaturierung von Gräben, die Extensivierung von Ackerflächen und die Gestaltung vielfältiger Wiesenbereiche. Mit der Vernetzung der Landschaft durch Baum- und Heckenpflanzungen werden geschützte Vogelarten gefördert.
Die Bewirtschaftung bisher intensiv genutzter Landwirtschaftsflächen soll verändert werden, um bedrohte Arten anzusiedeln, deren Lebensraum an anderer Stelle im Stadtgebiet verloren geht.

Für die Erholungssuchenden aus Berlin werden im Landschaftsraum neue Angebote und Perspektiven erschlossen.

Stimmen der beteiligten Senatsverwaltungen

Senatorin Bettina Jarasch freute sich über das Gelingen: „Wohnungsbau ist dringend nötig, verbraucht aber Flächen, die mindestens genauso dringend als wertvolle Naturräume im Kampf gegen den Klimawandel gebraucht werden. Daher freue ich mich, dass jetzt im Pankower Norden eine weitere Fläche gesichert und aufgewertet wird – als Erholungsraum für Menschen und als Biotop für viele Tier- und Pflanzenarten.“

Auch Senator Andreas Geisel ist optimistisch: „Wir brauchen dringend bezahlbare Wohnungen für die Berlinerinnen und Berliner. Der notwendige Wohnungsbau muss dabei umwelt- und ressourcenschonend geschehen. Das Ökokonto ist ein gutes Instrument, um beide Interessen miteinander auszugleichen. Ausgleichs- und Erholungsflächen schaffen attraktive und vielfältige Freiräume für Mensch und Natur. Sie dienen dazu, dass Stadt und Grün gemeinsam wachsen können.“

Weitere Informationen:

Berliner Ökokonto – auf den Internetseiten von berlin.de


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m/s