Donnerstag, 08. Dezember 2022
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Pankow tritt dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ bei

Mähen, aufnehmen, kompostieren

Der Bezirk Pankow hat jetzt, vertreten durch den zuständigen Bezirksstadtrat Daniel Krüger, die Deklaration „Kommunen für biologische Vielfalt“ unterzeichnet. In Berlin sind bereits die Bezirke Lichtenberg, Mitte, Marzahn-Hellersdorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg Mitglied im Bündnis.

Ziel dieses Bündnisses ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu
entwickeln, um zur Stabilität der Ökosysteme und somit zur Sicherung der
für uns allen bedeutsamen natürlichen Lebensgrundlagen beizutragen. Die
Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen gefährdet diese
Artenvielfalt besonders stark und wird häufig durch Bauvorhaben
(Wohnungen, Infrastrukturen) verursacht.
Der Erhalt der Artenvielfalt ist eines der Hauptziele des Naturschutzes und wird im Bundesnaturschutzgesetz benannt. In Zukunft soll mehr darauf geachtet werden, dass sämtliche Stadtentwicklungsprojekte und
Infrastrukturvorhaben sich mit den Zielen des Artenschutzes vertragen
und umsetzbar sind ohne diesen signifikant zu beeinträchtigen.
Seit September 2020 ist das Land Berlin zudem Mitglied beim Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

Weitere Informationen:

www.kommbio.de

Kommentar:
Die Berliner Straßen- und Grünflächenämter müssen sich nun auch mit der Mähpraxis in Parks und Grünflächen auseinandersetzen: alljährlich bewirtschaften sie die Grünflächen mit einem Maschinenpark, der in einem Arbeitsgang Gräser und Wiesenkräuter in unterschiedlichen Blühstadien abmäht, Insekten und Bodentiere einsaugt, zerhäckselt und zu Kompost verarbeitet. Grünflächen verlieren damit mehr und mehr ihre Artenvielfalt. Die Insektenwelt verarmt dabei ebenfalls.
Eine Rückkehr zu Balkenmähern, naturnaher Pflege und schonender Heuernte wäre ein besserer Weg, der jedoch erheblich mehr Arbeit, Zeit und Geld kostet!

m/s