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Warnstreik bei der BVG am 15.2.2019

U-Bahnlinie 2 am Gleisdreieck

Am kommenden Freitag wird die BVG von Betriebsbeginn bis ca. 12 Uhr bestreikt. Nachdem die heutigen zweiten Tarifverhandlungen für die rund 14.500 Beschäftigten der BVG und BT zum Manteltarifvertrag ergebnislos geblieben sind, ruft die Gewerksschaft Verdi zum Warnstreik auf. Alle Bereiche des Nahverkehrsunternehmens werden bestreikt. Es ist daher mit erheblichen Behinderungen im ÖPNV der Hauptstadt zu rechnen.

Gegen 9:00 Uhr findet am Freitag vor der BVG-Hauptverwaltung in der Holzmarktstraße in Berlin-Mitte eine zentrale Kundgebung statt, zu der ver.di mindestens 3.000 Teilnehmende erwartet.

ver.di gibt den Warnstreiktermin frühzeitig bekannt, damit sich Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig auf die Situation einstellen können.

Festgefahrene Positionen im Tarifkonflikt

Die Arbeitgeber haben kein Angebot vorgelegt. Beide Seiten konnten sich in den heutigen zweieinhalbstündigen Gesprächen nicht wesentlich annähern.

Auf Arbeitgeberseite führt der Kommunale Arbeitgeberverband Berlin e. V. die Verhandlungen. „Die Vorstellungen der Tarifparteien liegen momentan noch weit auseinander,“ fasste Verhandlungsführerin Claudia Pfeiffer vom Arbeitgeberverband KAV Berlin heute zusammen. Und weiter: „Dennoch sind wir optimistisch, eine gemeinsame Lösung zu finden, da beide Partner mit den Verbesserungen der Arbeitsbedingungen ein gemeinsames Ziel verfolgen.“

Die von ver.di geforderte Arbeitszeitverkürzung auf 36,5 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich bedeutet einen zusätzlichen Personalmehrbedarf bei BVG und BT von ca. 500 Arbeitnehmern. Und dies on top zu dem ohnehin in 2019 in beiden Unternehmen notwendigen Einstellungsbedarf von 1.350 Mitarbeitern. „Das ist für die Arbeitgeberseite schlicht nicht umsetzbar,“ stellt Claudia Pfeiffer klar.

Die Gespräche werden beim nächsten Verhandlungstermin am 5. März weitergeführt.

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m/s
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