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Wenn die Sicht verschwimmt: Brauche ich eine Brille?

Damals in der Schulzeit war das Tragen einer Brille so ziemlich das Uncoolste, was es gab. Dicht gefolgt von der allseits gefürchteten kieferorthopädischen Zahnspange. Unter Erwachsenen ist es hingegen fast normal, eine Sehhilfe zu nutzen. Das liegt nicht nur daran, dass mit dem Alter die Sehkraft natürlicherweise schwächer wird: Brillen sind auch zu einem modischen Accessoire geworden.

Viele Markenbrillen lassen sich stylisch mit vielen Outfits kombinieren – einige Labels wie Ray-Ban haben sich mit ihren unverwechselbaren Modellen zu zeitlosen Klassikern aufgeschwungen. Mittlerweile bieten viele Optiker sogar an, Brillen ohne Sehstärke aus Fensterglas anzufertigen, da Brillenträger häufig mit Intelligenz und Kapitalkraft assoziiert werden. Woran erkennen Sie, ob Sie wirklich an einer Sehschwäche leiden und es Zeit ist für einen Gang zum Augenarzt ist?

Fehlsichtigkeit kann viele Ursachen haben
Das Nachlassen der Sehkraft geschieht oft schleichend und langsam, sodass man es lange nicht bemerkt. Manchmal treten auch sehr schnell akute Symptome auf, die beunruhigend sein können. Fehlsichtigkeit kann viele Gründe haben, beispielsweise Augenerkrankungen oder Durchblutungsstörungen. Häufig steckt jedoch das Nachlassen der Akkomodationsfähigkeit des Auges dahinter. Dies führt dazu, dass fokussierte Objekte im Sehfeld nicht mehr scharfgestellt werden können. Insgesamt unterscheidet man zwischen vier Arten von Fehlsichtigkeit: Bei der Weitsichtigkeit (Hyperopie) werden Objekte im Nahbereich schlechter gesehen. Im Gegensatz dazu können bei der Kurzsichtigkeit (Myopie) nur nahe Gegenstände scharf fokussiert werden. Bei der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) gelingt das Scharfstellen der Linse nicht mehr aufgrund altersbedingter Schwächung der Muskulatur. Dieses Problem kann in der Regel durch eine Lesebrille leicht ausgeglichen werden. Zuletzt kann eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) auftreten. Dabei ist die Hornhaut des Auges zu stark gewölbt, was zu verschwommenem Sehen führt.

Häufige Symptome
Eine Sehschwäche, die erst im Erwachsenenalter auftritt, entwickelt sich oft mit der Zeit und ist dadurch nicht sofort erkennbar. Folgende Symptome weisen darauf hin, dass Sie unbemerkt unter einer Fehlsichtigkeit leiden:

  • Trockenheit und schnelle Ermüdung der Augen
  • Bilder verschwimmen vor den Augen
  • unklare Kopfschmerzen und Migräne
  • eingeschränkte Nah- oder Fernsicht
  • häufiges Blinzeln und Zusammenkneifen der Augen

Wenn Sie jetzt bemerkt haben, dass einer oder mehrere Punkte auf Sie zutreffen, ist es ratsam, einen Termin beim Augenarzt zu vereinbaren. Im Rahmen eines Sehtests kann schnell ermittelt werden, ob Sie eine Brille benötigen. Glücklicherweise wird eine Sehschwäche schon lange nicht mehr als Makel angesehen.

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m/s