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Enten füttern verboten!

Wasservögel füttern

Gerade Kinder können beim Entenfüttern intensive Erfahrungen mit der Natur machen, wenn sie das Verhalten der leicht zu beobachtenden Vögel am Weiher oder Teich und die Gewässerumgebung erkunden. Wie sehen Stockenten-Männchen und Stockenten-Weibchen aus? Wie verhalten sich die großen Schwäne? Welche Vögel können tauchen, welche Arten gründeln nur?
Alle Eltern fragen sich: soll ich meinen Kindern dieses Naturerlebnis vorenthalten?

Umweltproblem und Spaß am Naturerlebnis

Durch das Zufüttern leben viel zu viele Stockenten am und im jeweiligen Teich. Das Problem beginnt, wenn die alle mal müssen … .
Die Mischung aus Entenkot und Brotbrocken reichert das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Algen und Bakterien wachsen und wuchern im See. Sauerstoff wird verbraucht. Die Folge: In manchen Gewässern sinkt im Sommer der Sauerstoffgehalt so stark, dass Fische und Wasserpflanzen regelrecht ersticken. Der See „kippt um“.

Enten zu füttern, ist in Berlin und vielen anderen Städten verboten. Mit Tips im Internet informiert der Berliner Senat über das problematische und umstrittene Thema – und empfiehlt für Enten spezielles Wasservogelfutter aus dem Zoohandel oder Baumarkt.
Besonders drastisch warnt das Bezirksamt Treptow-Köpenick: „nicht artgrecht“, Verfettung, Überpopulation, Wasserqualität und Giftproduktion im Wasser, mit dem schrecklichen Tod durch Botulismustoxin.

In Pankow geht der zuständige Bezirksstadtrat für Umwelt und öffentliche Ordnung einen anderen Weg, mit Umweltpädagogik und per Pressemitteilung:

„Hurra, hurra, die Schilder sind da“
Neue Schilder gegen das Entenfüttern
– Präsentation am 20.2.2019 am Wilhelmsruher See –

„Originell gestaltete Schilder gegen das Füttern von Enten werden am Mittwoch, dem 20. Februar 2019 um 14:30 Uhr am Wilhelmsruher See präsentiert. Die Einweihung findet mit Daniel Krüger (für AfD), Bezirksstadtrat für Umwelt und öffentliche Ordnung, Dr. Maria Moorfeld, Leiterin des Umwelt- und Naturschutzamtes, Carmen Urrutia, Geschäftsführerin Pankower Früchtchen, Heike El Sayed (HortEins Wilhelmsruh/SchuleEins), Vertretern des Arbeitskreises Wilhelmsruher See und beteiligten SchülerInnen des Projektes „Lupenrein & Wasserfest“ statt. In Kooperation mit dem HortEins Wilhelmsruh und SchuleEins der Pankower Früchtchen gGmbh, dem Arbeitskreis Wilhelmsruher See vom Leben in Wilhelmsruh e.V. und dem Bezirksamt Pankow von Berlin wurde ein Schild entwickelt, das über die negativen Folgen des Fütterns von Wasservögeln aufklärt. Diese Schilder werden nun an sieben verschiedenen Standgewässern des Bezirkes aufgestellt, unter anderem am Wilhelmsruher See.“

Der Initiative darf Erfolg und Bürgersinn gewünscht werden! „Hurra, hurra, die Schilder werden nicht mit Tags und Graffitti beschmiert“, denn sie sind für kleine Kinder da, die noch gar nicht wissen können, was „Eddings“ und „Sprühdosen“ sind!

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m/s
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