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Hines kann das Alexanderplatz Residential bauen

Hines: Hochhausturm am Alexanderplatz

Das nächste 150-Meter-Hochhaus könnte das »Alexanderplatz Residential« des US-Investors Hines werden. Der geplante Wohnturm am Alexanderplatz nach Entwurf der Architekten Gehry Partners aus Los Angeles soll neben dem Saturn-Markt entstehen. Erstmals nach 40 Jahren will der Investor damit das höchste Wohnhochhaus in Berlin bauen. 300 Eigentums-Wohnungen sind geplant, sodass der geplante Mietendeckel die Kalkulaton nicht berührt.

Doch das Baugrundstück am Alex befindet sich nicht nur auf historischen Grund, sondern auch in einem alten eiszeitlichen Urstromtal. Der Wohnturm steht mit seiner geplanten Tiefgründung im Grundwasserstrom, der Berlin Mitte auf breiter Front durchzieht.

Bauplanung und Bahgenehmigung sind praktisch fertig, doch das Hochhausvorhaben am Alexanderplatz 3 hat einen bedeutenden Nachbarn, der ein nachbarschaftliches Einspruchsrecht hat. Es sind die Berliner Verkehrsbetriebe, die bisher Sicherheitsbedenken hatten, weil die U5 unterbrechungsfrei fahren muss. Das Baugrundrisiko: bei einer Havarie auf der Baustelle könnten über ein Dutzend Bahnhöfe mit Grundwasser geflutet und der U-Bahnbetrieb massiv beeinträchtigt werden, gab BVG-Chefin Sigrid Nikutta im Frühjahr in einem Brief an den BVG-Aufsichtsrat zu bedenken. Die BVG hat große eigene Bau-Kompetenz und hat auch schlechte Erfahrungen mit dem Bau der Mall of Berlin am Leipziger Platz mit undichten Tunneln der U2 gesammelt.
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Bodenverhältnisse erfordern Sicherungskonzept gegen Wassereinbruch

Die Bodenverhältnisse in Berlin Mitte erfordern eine umfassende Risikobetrachtung, denn ein Hochhausturm steht praktisch wie ein Brückenpfeiler im Grundwasserstrom. Da das Grundwasser seinen Weg finden muss, könnten ausgerechnet am U-Bahnhof Alexanderplatz Schäden durch Strömungsänderungen, verbunden mit Erschütterungen entstehen. Schon kleine Risse oder freigepülte Tunnelabdichtungen an den alten U-Bahn-Tunneln könnten sich katastrophal auswirken. In der Tiefbaubranche hat man noch immer den Einsturz des Kölner Stadtarchivs als größten anzunehmenden Schaden in Erinnerung, mit mehr als einer Milliarde Euro Schaden.

Einigung zwischen BVG und Hines

Hines Geschäftsführer Christoph Reschke will für den Bau umfassende Garantien geben, und die Baustelle mit Wasser-Schotten abdichten, sowie ein Versicherungskonzept erstellen. Inzwischen liegt ein Fachgutachten vor, das wohl Eingang in eine nach dem Baurecht mögliche nachbarschaftliche Vereinbarung zwischen BVG und Hines finden wird.
Gegenüber der Berliner Zeitung zeigte sich Hines Geschäftsführer Christoph Reschke schon zufrieden: Das ist eine hervorragende Entscheidung und ein ganz wichtiger Meilenstein zur Realisierung unseres Bauvorhabens“, sagt er. „Die miteinander gefundene Lösung garantiert der BVG gutachterlich die geforderte Sicherheit für ihre Anlagen.“

Über einen Baubeginn ist noch nichts bekannt. Aber die Grundsteinlegung auf Berlins prominentesten Grundstück Alexanderplatz 3 wird sicher das Bauereignis des Jahres 2020.

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