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IKEA baut das innovativste Einrichtungshaus in Wien

IKEA am Westbahnhof in Wien

IKEA eröffnet schon in einem Jahr in Wien das innovativste Einrichtungshaus, das es aktuell in der IKEA Welt gibt. Es wird einen positiven Beitrag zum Mikroklima und Stadtklima leisten, autofrei sein und architektonisch völlig neue Wege beschreiten. Entwickelt wurde das auffällige Gebäude gemeinsam mit dem Wiener Architekturbüro querkraft architekten und den IKEA-Bauteams. Die Hochbauarbeiten haben bereits begonnen. Am 26.2. stellten das IKEA Team um Geschäftsführer Alpaslan Deliloglu und querkraft Architekt Jakob Dunkl das Projekt der Öffentlichkeit vor.

„Wien hatte die Chance, als absoluter Vorreiter in der IKEA Welt etwas komplett Neues zu entwickeln – und wir haben das getan“, beschreibt Maimuna Mosser, Business Development Managerin von IKEA Austria: „Wir sind einen weiten Weg gegangen von ‚blauen Boxen’ auf der grünen Wiese hin zu einem Innenstadt-Einrichtungshaus, das seinesgleichen sucht. Wir wagen dieses Experiment, weil sich unser Leben, das Kundenverhalten und auch die Mobilitätsgewohnheiten rasant ändern. Um dem zu begegnen, braucht es neue Wege.“

Ein Park auf 30 Metern Höhe

Das neue Einrichtungshaus am Westbahnhof definiert das Möbelhaus neu: das Gebäudekonzept soll zum Kommen und Verweilen einladen – im Inneren und auch auf der Dachterrasse. Statt einer geschlossenen Gebäudehülle öffnet sich das Gebäude an allen vier Fassadenseiten. Ein begehbarer Dachgarten mit insgesamt 160 Bäumen auf dem Dach bietet künftig einen herrlichen Blick über Wien. Die Grid-Architektur sticht es nicht nur optisch heraus: die Bepflanzung wird nach den Worten von Architekt Jakob Dunkl einen deutlichen, positiven Einfluss auf das Mikroklima in der Umgebung haben, sowohl in punkto Temperatur, als auch bezüglich der Luftfeuchtigkeit. Die Dachterrasse wird neben einem gastronomischen Angebot auch öffentlich und ohne Konsumzwang zugänglich sein.

Das siebengeschossige Gebäude wird auf insgesamt fünf Ebenen ein vollwertiges IKEA Einrichtungshaus beherbergen. 250 Mitarbeiter sind für die Kunden da. Ein ansprechendes Food-Angebot bringt modernes und gesundes schwedisches Flair. An der Mariahilferstraße ziehen vier Geschäfte, die es früher schon an diesem Standort gab, mit ein: „Das belebt die Fassadenseite und sorgt für Abwechslung“, beschreibt Projektleiterin Sandra Sindler-Larsson: „In die oberen beiden Etagen kommt ein cooles Hostel.“ Der Beherbergungsbetrieb der Accor-Marke JO&JOE macht damit seinen ersten Schritt nach Österreich.

„Grid“-Architektur lässt Arkade entstehen

Architektonisch basiert das Gebäude auf einem sogenannten „Grid“, einem Raster, das an ein Regal erinnert, mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.. Es schafft, so Jakob Dunkl, Raum an der Fassade, ist flexibel, macht das Haus lebendig und auch das Dach gut nutzbar, u. a. für eine Photovoltaikanlage und für die Beschattung. „Extensions“, die mit ihren Glasflächen die Außenseite der Fassade begrenzen, sorgen für Besonderheit, Flexibilität, Sichtbarkeit und Transparenz, beschreibt der Architekt das Baukonzept. Da das „Grid“ die Fassade an der Mariahilferstraße um mehrere Meter zurückrückt, entsteht eine luftige Arkade, in derd ein paar Geschäfte angesiedelt werden.

Alle sogenannten „dienenden Elemente“ des Gebäudes (Technik, Aufzüge, Treppen) befinden sich im Grid: Dunkl erläuterte dazu: „Das schafft völlige Nutzungsfreiheit im Inneren und damit höchstmögliche Flexibilität, auch für zukünftige Entwicklungen, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen.“ Zentrale Rolltreppen verbinden die Ebenen und verknüpfen IKEA und Hostel offen und unkompliziert. Auch der Zugang zur Dachterrasse ist sehr einfach. „Die Kunden entscheiden selbst, wie schnell sie sich durch das Haus bewegen möchten“, so Sindler-Larsson: „Wir arbeiten an Lösungen, die für alle perfekt sind.“

Anlieferung innen via Drehscheibe

Eine technische Besonderheit hat sich das Team für die Warenanlieferung einfallen lassen: Diese erfolgt, um so wenig Lärm wie möglich zu verursachen, im Inneren des Gebäudes. Die einfahrenden LKW werden auf einer Drehscheibe gedreht und dann entladen, bevor sie das Haus wieder verlassen.

Das ganze Gebäude wird BREEAM zertifiziert. BREEAM ist das weltweit erste System zur Nachhaltigkeitsbewertung für die gebaute Umwelt und wurde 1990 in Großbritannien entwickelt. Bauprojekte werden anhand von 44 sogenannten Kriteriensteckbriefen in neun Themenfeldern bewertet.

IKEA in Wien
IKEA in Wien: Fassade am Europaplatz – Gebäudevisualisierung © 2019 ZOOM VP Querkraft

Außergewöhnliches Konzept für Innenstädte

IKEA am Westbahnhof soll DER Treffpunkt in Wien werden – erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß. Autos sind an diesem Standort nicht mehr vorgesehen, es wird daher keine Parkplätze geben. Das außergewöhnliche architektonische Konzept macht eine ganz neue Form der Sortimentspräsentation möglich, in der technische Möglichkeiten, aber auch Licht und Sound eine wichtige Rolle spielen. Noch gibt es dazu keine Details, die Feinplanungen haben gerade erst begonnen.

„Wir möchten mit IKEA am Westbahnhof die Erwartungen unserer städtischen Kunden klar übertreffen“, so Maimuna Mosser: „Das Haus soll ein Treffpunkt werden, ein Ort, an dem man sich verabredet, bummeln geht, mit Freunden isst – so eine Art ‚social media’ in echt.“

IKEA revolutioniert damit das Möbelhaus und legt als Branchenführer eine innovative Roadmap für die gesamte Branche vor.

Weitere Informationen:

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