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Katastrophenschutz-Leuchttürme: Anlaufstellen im Krisenfall

Einsatzleitzentrale der Polizei Berlin

Was passiert, wenn der Strom ausfällt? Wie kann man sich selbst, seinen Haushalt und die Familie mit Informationen versorgen, über wichtige Hilfsdienste, Gesundheitsschutz, Feuerwehr und Polizei? Wie arbeiten Behörden im Krisenfall weiter? Für diese Fragen hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz schon lange das Konzept der Katastrophenschutz-Leuchttürme entwickelt.

IN Berlin werden gemeinsam mit den Bezirken in den kommenden Monaten mindestens 24 Katastrophenschutz-Leuchttürme eingerichtet werden, die als notstromversorgte „leuchtenden Inseln“ als zentrale Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger dienen. Über die Katastrophenschutz-Leuchttürme können im Krisenfall relevante Informationen der Behörden abgerufen und zuverlässig an die Bevölkerung weitergeleitet werden. Dazu gehören lagebezogene Auskünfte, z.B. über aktuell geöffnete Apotheken, Notunterkünfte oder elektrische Ladestationen, zur Verfügung gestellt werden. Diese Auskünfte werden durch persönliche Beratung, Großmonitore oder Aushänge sichergestellt. Zudem werden an dieser Stelle auch Hilfsangebote aus der Bevölkerung gesammelt und koordiniert.

Perspektivisch soll es bis zu 38 dieser Anlaufstellen in Berlin geben. Die Katastrophenschutz-Leuchttürme werden in festgelegten Gebäuden der Bezirke eingerichtet. Die Standorte treffen die Bezirke selbst. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport finanziert die Einrichtung der Grundausstattung (bspw. Großbildschirme, mobile PC, WLAN-Hotspot, Beschilderung). Dafür stehen insgesamt rund 450.000 Euro zur Verfügung.

Die für die Koordination des Katastrophenschutzes in Berlin zuständige Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat in den vergangenen Monaten die Katastrophenvorsorge überprüft und auch die Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzbehörden und Hilfsorganisationen intensiviert. Senator Geisel sagte dazu: „Wir haben eine Reihe von Maßnahmen angestoßen und umgesetzt, um den Katastrophenschutz in Berlin noch besser aufzustellen. Den Hilfsorganisationen stellen wir für ihre Arbeit im Katastrophenschutz in diesem Jahr 700.000 Euro und im nächsten Jahr mehr als eine Million Euro zur Verfügung. Damit wird unsere Unterstützung mehr als verzehnfacht. Außerdem beschaffen wir im Moment Digitale Meldeempfänger, damit die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen schnell und unkompliziert alarmiert werden können. Und weiterhin steht die Novellierung des Katastrophenschutzgesetztes kurz vor dem Abschluss. Einen entsprechenden Entwurf werde ich in wenigen Wochen im Senat vorstellen.“

Damit werden nun wesentliche Teile eines bereits 2012-2015 vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierten Projekts
KatLeuchttürme Bevölkerungsnaher Katastrophenschutz aus dem Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ umgesetzt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt zwei wichtige Informationen für jeden Haushalt bereit, die vorsorglich aufbewahrt werden sollen, um im Krisenfall gut vorbereitet zu sein:

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen (PDF, 9MB)

Meine persönliche Checkliste (PDF, 916 Kb)

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m/s