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Kunstwettbewerb für die Grundschule am Weißen See entschieden

Skulptur „Wo liegt eigentlich Panama?“

Mit ihrem Entwurf „Wo liegt eigentlich Panama?“ konnte die Berliner Künstlerin Barbara Trautmann den nichtoffenen Kunstwettbewerb für die Grundschule am Weißen See in Berlin-Weißensee für sich entscheiden.

Die Skulptur „Wo liegt eigentlich Panama?“ besteht aus einem großen, mit Kreide beschreib- und bemalbaren sowie drehbaren Globus, der ein Identifikationsmoment herstellt und zugleich Assoziationen zu Themen wie Weltoffenheit,
Verantwortung oder Klimaschutz erzeugt.
Die Arbeit wird am Haupteingang zum Schulhof in der Amalienstraße auf einem Mauerwerksockel installiert, der einst einen Granitblock mit Relief trug.

Entscheidung des Preisgerichts
Der Entwurf schafft, so die Beurteilung des Preisgerichts, eine kreative Neuinterpretation der bauzeitlichen Skulptur am Eingang der Schule. Die Form des Globus ist eine klare geometrische Figur, die in einen Dialog mit der neusachlichen architektonischen Sprache des Gebäudeensembles tritt und zugleich ein eigenständiges Zeichen und sichtbares Signal bildet. Der dunkelgrüne Farbton kontrastiert mit dem Rot des Mauerwerks. Das Kunstwerk lädt die Schüler:innen dazu ein, Welt neu zu denken und zu gestalten. Durch die Beweglichkeit des Globus und die Möglichkeit, ihn zu bemalen, wird sein spielerischer Aspekt akzentuiert.

Entwurf: Skulptur „Wo liegt eigentlich Panama?“ von Barbara Trautmann - Grafik: Pressebild Bezirksamt Pankow
Entwurf: Skulptur „Wo liegt eigentlich Panama?“ von Barbara Trautmann – Grafik: Pressebild Bezirksamt Pankow



Wettbewerb und Preisgericht
Der nichtoffene einphasige Kunstwettbewerb für acht eingeladene Künstlerinnen, Künstler, Künstlerinnen- und Künstlergruppen wurde im Juli 2021 von der Abteilung Kultur, Finanzen und Personal des Bezirksamtes Pankow von Berlin, vertreten durch die Galerie Pankow /Kunst im öffentlichen Raum ausgelobt.
Das Preisgericht unter Vorsitz des Künstlers Albert Weis hat in seiner Sitzung am 23. September 2021 aus sieben eingereichten künstlerischen Entwürfen ausgewählt — und den Beitrag von Barbara Trautmann zur Realisierung empfohlen.
Für die Realisierung der Skulptur stehen bis zu 76.000 Euro zur Verfügung.

Das Preisgericht tagte aufgrund aktuell geltender Hygienerahmenkonzepte der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in digitaler Form stattfand.

Die Wettbewerbsentwürfe werden zeitnah auf der Plattform www.wettbewerbe-aktuell.de ausgestellt.

Grundinstandsetzung des Schulgebäudes und Denkmalschutz
Im Rahmen der Grundinstandsetzung des Schulgebäudes, mit einer Umnutzung und dem verbundenen Umbau im Gebäudebestand wurden auch die Freiflächen neu gestaltet.
Das Gebäudeensemble und die Außenanlagen aus den 1930er-Jahren stehen unter Denkmalschutz.
Aufgabe war es, im Eingangsbereich des Schulgrundstücks ein markantes künstlerisches „ZeitZeichen“ zu setzen, das zur Identifikation der Schüler:innen sowie der Lehrenden mit der Schule und ihren Lehrinhalten beiträgt, in den angrenzenden Stadtraum ausstrahlt und auf Geschichte und Gegenwart des Ortes verweist.

Über die Künstlerin
Barbara Trautmann studierte an der Hochschule Pforzheim und war Stipendiatin am Künstlerhaus Schloß Balmoral (Bad Ems) und an der Cité international des Arts (Paris). Nach Assistenz und Lehrauftrag an der Hochschule Pforzheim folgten eine Gastprofessur und Lehraufträge an der Kunsthochschule Halle (Schloß Giebrichenstein).
Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeiten liegt im Bereich Kunst und Bau, sowie Ausstellungsgestaltung.
Weitere Informationen: www.barbaratrautmann.com

m/s