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Pankow, wie es leibt und lebt!

Grundschule am Sandhaus

/// Kommentar /// – Die Grundschule Am Sandhaus in Berlin Buch wurde durch einen Beitrag in pankow.live in den Blick gerückt: „Bucher Grundschullehrer schreien Kinder im Unterricht an“, schrieb Herausgeber Steffen Pahl, und griff pauschal und ohne klaren konkreten Fallbezug den gesamten „Lehrkörper“ an.

Die Vorwürfe sind starker Tobak, Zitat: „Laut Aussagen der Schulkinder soll es in der Grundschule am Sandhaus Lehrkräfte geben, die nichts anderes können als die Kinder verbal im Unterricht mit Schimpfwörtern zu beleidigen, z.B. „Drecksklasse“ oder „Haltet die Fresse““.

Für streßbedingte Vorfälle und Ausfälle in der Schule gibt es üblicherweise die innerschulischen Ansprechpartner und Gremien. Auch sind Schulsozialarbeiter an der Grundschule Am Sandhaus stationiert.

Journalistische Sorgfaltspflicht hätte geboten, eine Stellungnahme und Faktenbeschreibung auch aus der Schule einzuholen, und dafür eine Presseanfrage beim zuständigen Schuldirektor Herrn Grimm einzuholen.

Doch offenbar ist hier mehr im Spiel, dem Journalisten ist gewissermaßen der Kragen geplatzt. Der Beitrag mußte sozusagen herauspubliziert werden:

„Seit Jahren müssen sich die Schulkinder der Grundschule am Sandhaus in Buch so einiges vom Lehrkörper gefallen lassen. Nach etlichen Hilferufen der Eltern haben wir uns dazu entschieden hier einen Artikel über die Zustände an dieser Schule zu schreiben.“

Der Autor schreibt dabei von einem verräterischen „wir“.

Was der Öffentlichkeit und den Lesern von pankow.live vorenthalten wird: Steffen Pahl gehört selbst zur Elternschaft der Grundschule Am Sandhaus, und ist somit schon lange Zeit selbst dort involviert.

Abgesehen von fehlender journalistischer Sorgfaltspflicht stellt sich die Frage, warum sich Herr Pahl nicht schon viel früher an Elternvertretung und Schulleitung gewendet hat?

Nun entsteht ein öffentlicher Rufschaden, der die ganze Schulgemeinschaft, vor allem aber Schüler und Eltern belasten muss. Schuldirektor Grimm schaltet dazu die Schulaufsicht ein, und wird mitten in der Weihnachtszeit alle Vorwürfe konstruktiv aufklären helfen. Das Schutzinteresse und Kindeswohl der Schüler sind dabei zu wahren.

Unabhängig von der Klärung konkreter Vorwürfe und Vorfälle, sollte dabei der Ruf der Schule und des Schulkollegiums nicht durch unbedachte Veröffentlichungen, anonyme Pauschalvorwürfe und journalistischen Übereifer beschädigt werden.


Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat für Schulkonflikte die Handreichung „Schulmediation“ entwickelt.

Handreichung Schulmediation
Handreichung Schulmediation
Bild: SenBJF

Die Handreichung bietet einen Überblick über die Schulmediation in all ihrer Vielfalt und zeigt die verschiedenen Gelingensbedingungen auf. Sie kann als Anregung für die Implementierung und als Nachschlagewerk genutzt werden.
Diese Handreichung soll im Kleinen Motivation sein, Mediation an der Schule einzuführen und zu verstetigen und soll im großen Bild gesehen, die Mediation zum unverzichtbaren Bestandteil jedes Schulentwicklungsprozesses der Berliner Schulkultur machen.

Handreichung Schulmediation – PDF-Download

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