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„Re-Use und Recycling“ – bautec 2020 vom 18. – 21.02.2020

Abbruchbaustelle

Auf der bautec 2020 wird erstmalig eine Fachschau „Re-Use und Recycling“ gezeigt, die von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz konzipiert wurde.
Die Fachschau zeigt, wie eine moderne, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft bei Baumaßnahmen umgesetzt werden kann. Die Fachschau soll Architekt*innen und Baufirmen und Planungsbüros, sowie Verbraucher*innen über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von recycelten Baumaterialien informieren.

Das Berliner Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030 sieht auch die verstärkte Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen vor. Auch die Wiederverwendung von Messebaumaterialien, Recycling-Beton, Recycling-Gips und Recycling-Baumsubstraten sowie der Einsatz des nachwachsenden Baustoffes Holz gehören dazu.

Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz sagte dazu: „Mit unserer Initiative wollen wir die Ressourcenwende in der Berliner Bauwirtschaft ankurbeln. Schwindende Rohstoffe, knapper werdende Deponieräume und ambitionierte Klimaschutzziele machen es unerlässlich, den hohen Ressourceneinsatz im Bauwesen zu überwinden. Schon jetzt gibt es viele Möglichkeiten, Baustoffe im Kreislauf nachhaltig zu nutzen. Darüber wollen wir bei der bautec informieren und mit allen Akteuren ins Gespräch kommen. Denn die Ressourcenwende wird nur in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gelingen. Eine Schlüsselfunktion kommt hier Architekt*innen, Planenden und Bauenden zu.“

Ist eine Zero-Waste-Strategie möglich?
Die Gretchenfrage steht in den Zielen und Anforderungen des Berliner Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030: „Ist es möglich eine Zero-Waste-Strategie umzusetzen?“

Rund 60 Prozent der in Berlin verwendeten Ressourcen werden in der Bauwirtschaft verarbeitet. Dem stehen Millionen Tonnen Bauschutt und Baustellenabfälle gegenüber.
Durch den Einsatz von gütegesicherten Sekundärrohstoffen im Tief- und Hochbau wird in Berlin schon jetzt der Abbau von Primärrohstoffen in Höhe von 2,2 Millionen Tonnen pro Jahr eingespart. Ziel ist es bisher, durch Aus- und Aufbau von ressourcenschonenden Stoffkreisläufen bis 2030 den Abbau von Primärstoffen um weitere rund 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beabsichtigt daher, künftig verbindliche Vorgaben zur nachhaltigen Nutzung von Baustoffen zu machen.

Abfallvermeidende Bauweisen
Im Bauwesen gibt es eine Vielzahl von Optimierungschancen: im Betonbau kann Holz für Schalungen gespart werden, wenn Betonfertigteile und Gleitschalungen aus Metall eingesetzt werden. Im Abbruch von Gebäuden sind Recyclingquote von über 96% erreichbar, wenn das Gebäude sorgfältig von Schadstoffen und störenden Stoffen befreit wird, bevor der Abbruchbagger kommt.
Der Einsatz von RC-Beton (Recyclingbeton) bei öffentlichen Hochbaumaßnahmem ist heute schon durch fachliche und qualitative Standards gesichert. Auch die Verwertung von Gipskartonplatten ist inzwischen als Verwertungskette gesichert, in der neue RecyclingGipsplatten hergestellt werden.

Klimaschutz wird noch zur neuen Herausforderung: künftig wird es auch darauf ankommen, CO2 zu vermeiden und spezielle Beton-Baustoffe mit hohen Recycling-Anteil herzustellen, die etwa mit 3-D-Druckern verarbeitet werden können.

18. bis 21. Februar 2020
bautec
Fachschau „Re-Use und Recycling“

in Halle 2.2 auf dem Berliner Messegelände
www.bautec.com

Mittwoch, den 19. Februar | 11.15 Uhr
Fachforum „Re-Use und Recycling“
Eröffnung durch Umweltstaatssekretär Stefan Tidow
Expertenvorträge und spezifische Ansätze einer nachhaltigeren Bauwirtschaft präsentiert.

Weitergehende Informationen:

Recycling von Recycling-Beton
Recycling von Gipskartonplatten

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m/s
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