Donnerstag, 26. November 2020
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Unterschiedliche Ursachen für Haarausfall erkennen und stoppen

Haarausfall

Von Johanna Voigt

Bleiben bei der Haarpflege einige Haare im Abfluss oder in der Bürste zurück, besteht noch kein Grund zur Sorge. Von Haarausfall bei Männern und Frauen ist erst dann die Rede, wenn man über einen längeren Zeitraum hinweg täglich mehr als 100 Haare verliert. Die gute Nachricht ist, Haarausfall kann wirksam behandelt werden.

Bei den Haarausfall Ursachen wird hauptsächlich zwischen erblich bedingtem Haarausfall, diffusem Haarausfall, stressbedingtem Haarausfall und kreisrundem Haarausfall unterschieden. Die Behandlung richtet sich meist nach der jeweiligen Haarausfall Ursache.

Was verursacht übermäßigen Haarausfall?
Wie bereits beschrieben, kann Haarausfall vier grundlegenden Haarausfall Ursachen zugeordnet werden, jedoch gibt es innerhalb dieser Gruppierungen weitere Aspekte, die den Haarausfall beeinflussen. Wer unter Haarverlust leidet, sollte die Symptome deshalb genau beobachten und dabei nicht nur physische Merkmale, sondern auch psychische Aspekte in Betracht ziehen.

Erblich bedingter Haarausfall
Diese genetisch bedingte Form des Haarverlusts wird von Mutter und/ oder Vater weiter vererbt und sorgt für eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf das Stoffwechselprodukt DHT (Dihydrotestosteron), dass aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron vom Körper hergestellt wird. DHT wirkt verjüngend auf die Haarfollikel und verkürzt so die Wachstumsphase der Haare. Auch die Nährstoffversorgung wird gestört und mit der Zeit stirbt die vorzeitig Haarwurzel ab.

An bestimmten Stellen der Kopfhaut reagieren die Haarfollikel besonders empfindlich auf DHT und es kommt bei Männern zu den typischen Merkmalen, wie Geheimratsecken, Stirnglatze oder Tonsur. Bei Frauen ist meist eine Verbreiterung des Scheitels. Das Haupthaar wird dünner und die Kopfhaut wird sichtbar.

Diffuser Haarausfall
Alleine beim diffusen Haarausfall gibt es zahlreiche mögliche Haarausfall Ursachen, die zum Haarverlust führen. Er kann beispielsweise dann auftreten, wenn der Hormonhaushalt sich verändert und zwischen dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und den männlichen Sexualhormonen ein Ungleichgewicht entsteht. Schwangerschaft, hormonelle Verhütungsmittel und die Wechseljahre können diffusen Haarausfall hervorrufen. Frauen leiden deshalb häufiger unter diffusem Haarausfall als Männer.

Auch ein ungesunder Lebensstil kann für Haarausfall verantwortlich sein. Stress, Mangelernährung, radikale Diäten oder aggressive Pflegeprodukte und die falsche Haarpflege können dazu führen, dass die Haare ausfallen. Außerdem können Krankheiten, Medikamente und Behandlungsmethoden, wie die Chemotherapie, Haarausfall verursachen.

Stressbedingter Haarausfall
Langanhaltender körperlicher, geistiger und emotionaler Stress hat einen negativen Einfluss auf den Hormon- und Nährstoffhaushalt aus. Die Haarwurzeln und Follikel werden dann nicht mehr richtig durchblutet und mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Die werden Haare spröde und trocken, brechen kurz oberhalb der Kopfhaut ab oder fallen ganz aus. Sind die Haarwurzeln noch intakt, kann ein Stressabbau das Haarwachstum wieder anregen.

Kreisrunder Haarausfall
Bei kreisrundem Haarausfall, der auch als Alopecia areata bezeichnet wird, handelt es sich vermutlich um eine Autoimmunreaktion des Körpers gegen die körpereigenen Haarzellen. Diese Art des Haarausfalls ist leicht an den kahlen kreisrunden oder ovalen Stellen zu erkennen, die sich am Kopf aber auch im Gesicht und am Körper bilden können. Wird der Auslöser behandelt, wachsen die Haare meist nach einigen Monaten wieder nach.

Wie kann Haarausfall behandelt werden?
Die Behandlung des Haarausfalls hängt von der Haarausfall Ursache ab. Handelt es sich um diffusen oder kreisrunden Haarausfall, sollte dringend ein Experte aufgesucht werden, da der Haarausfall symptomatisch ist und das Problem an der Wurzel behoben werden muss. Generell ist auch eine Umstellung des Lebensstils wichtig, um das Ausfallen der Haare zu stoppen. Eine gesunde Ernährung, passende Pflegeprodukte sowie ein stressreduzierter Alltag sind eine gute Basis für ein optimales Haarwachstum.

Bei erblich bedingtem Haarausfall ist eine frühzeitige und langfristige Behandlung notwendig, um dem Haarausfall entgegenzuwirken. Koffeinhaltige Shampoos sind bei erblich bedingtem Haarausfall besonders wirksam. Koffein fördert das Haarwachstum und hemmt die Wirkung von DHT auf die Haarfollikel, sodass die Haarwurzeln möglichst lang erhalten bleiben. Diese Behandlungsweise kann auch bei anderen Haarausfall Ursachen unterstützend eingesetzt werden.

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m/s