Home > Aktuell > West-Nil-Virus in Berlin festgestellt

West-Nil-Virus in Berlin festgestellt

Stechmücke (Culex pipiens)

Mit dem Klimawandel und dem Vogelzug, sowie weltweiter Mobilität von Handelsgütern und Touristen, erreichen auch tropische Krankheitserreger unsere Region. Das Bezirksamt Pankow hat nun vor dem Auftreten des West-Nil-Virus in Berlin gewarnt. Dabei bezieht es sich auf Warnungen des Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit und des Robert-Koch-Instituts, Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten. Demnach hat West-Nil-Virus Berlin erreicht und ist endemisch geworden. Fünf Infektionen bei Pferden und erhöhte Fallzahlen bei Vögeln wurden festgestellt.

Das bedeutet, es ist fortwährend mit Krankheitsfällen zu rechnen, und es müssen ständige Vorsorgemaßnahmen in der Region in Gang gehalten werden.

Das Virus wird über Stechmücken der Gattung Culex übertragen, die weltweit verbreitet ist und etwa 100 Arten umfasst.

Hauptsächlich sind Vögel betroffen, aber als Fehlwirt werden auch Menschen und insbesondere Pferde infiziert.

Bekämpfung und Vorsorge

Aus diesem Grund empfiehlt die ständige Veterinär-Impfkommission die Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus. Pferdehaltern wird daher dringend geraten, den Impfstatus ihrer Pferde zu überprüfen. Bei ca. 8 Prozent der infizierten Pferde kommt es zu neurologischen Symptomen, an denen ca. 30 – 50 Prozent versterben. Überlebende Tiere zeigen häufig dauerhafte Schäden.

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten des Friedrich-Loeffler-Institutes und des Robert Koch-Institutes.

Die Mückenbekämpfung ist vor allem durch Unterbrechung des Lebenszyklus der Mücken erfolgreich: die Weibchen legen ihre Eier üblicherweise in kleinen Schiffchen an der Wasseroberfläche ab. Auch von Menschen geschaffene Wasserstellen, wie etwa Gartenteiche, Regentonnen, Reifen und Regenrinnen können in nur einem Monat zu Mückenbrutstellen werden.

Die richtet sich gegen die wassergebundenen Larven und Puppen der Stechmücken. Durch Veränderung der Brutbiotope und den Einsatz von chemischen und biologischen Insektiziden sowie auch Lockstofffallen können Massenvermehrungen verhindert werden.

In Pankow sind vor allem Gartenfreunde und Gartenbesitzer und landwirtschaftliche Pferdehöfe im Frühjahr gefragt, ihre Grundstücke trocken zu halten, und Behältnisse und Regentonnen zu kontrollieren und Altreifen und Gerümpel zu entsorgen.

In natürlichen Gewässer kontrollieren Freßfeinde der Mücken die Bestände der Mückenlarven, die sich vor allem bei auflandigen Wind an Uferstellen und windstillen Gewässerecken sammeln.

Save this post as PDF

Dieses Medium ist öffentlich! Inhalte werden im Internet wiederauffindbar archiviert. Cookies werden nur aus technischen Gründen verwendet, um Zugriffs-Statistiken zu messen und um Cloud-Dienste zugänglich zu machen. Mehr Informationen siehe Datenschutz- und ePrivacy-Hinweise.
✖   (Hinweis schließen)