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Festhaltebügel für Radfahrende

Festhaltebügel für Radfahrende

Warten ohne abzusteigen — An der Kreuzung Wisbyer Straße, Prenzlauer Allee, Ostseestraße, Prenzlauer Promenade hat das Bezirksamt Pankow so genannte Haltestangen für Radfahrende vor allen vier Fahrrad-Ampeln aufgestellt. Die mit einem Trittbrett versehenen Festhaltebügel ermöglichen das Warten an roten Ampeln ohne vom Fahrrad abzusteigen.

Insbesondere ältere Menschen, Radfahrende mit schwerem Gepäck oder Klickpedal-Nutzende warten nun komfortabler und kommen so schneller wieder in Fahrt.

Die Festhaltebügel sind ein Element, mit denen die Rad-Infrastruktur in
Pankow aufgewertet werden soll, um Radfahrenden ihre Wege attraktiver zu gestalten. Auch für den Fußverkehr bieten die Bügel einen Vorteil, denn
sie erschweren das beliebte Umfahren von roten Ampeln über den Gehweg.

Das Bezirksamt Pankow hat sich bei der Gestaltung der Bügel von den in
Kopenhagen weit verbreiteten Modellen inspirieren lassen. In Kooperation
mit einem Berliner Stahlbauunternehmen wurden zwei verschiedene Modelle entworfen, die nun auf Praxistauglichkeit getestet werden.

Feedback erwünscht
„Wie werden die „Festhaltebügel“ angenommen?“ — Ein Feedback nimmt
das Straßen- und Grünflächenamt daher gerne entgegen. Ein Mail mit dem Stichwort „Festhaltebügel“ genügt: sga-pankow@ba-pankow.berlin.de .
Die Kosten für das Pilotprojekt belaufen sich auf ca. 3.500 Euro und wurden finanziert aus dem Radverkehrsprogramm der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Kritik kam schon vom Vorsitzendes des Bundes der Steuerzahler Berlin, Alexander Kraus: „Mir persönlich sind die Trittbretter zu hoch angebracht. Eine Höhe von 10 cm, was der Höhe der Pedale in der untersten Kurbelposition entspricht, würde zwangsläufig für jeden Radfahrer passen. Grundsätzlich ist das vielleicht ganz nett, aber sicherlich nicht das Dringendste, was die Berliner Radinfrastruktur braucht.“ Dank Corona-Staatsschulden bestehe für solche „Gimnicks“ leider keinerlei Spielraum.

m/s