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Klimaverträgliche Stadtbäume in Pankow pflanzen?

Hochstämme in der Baumschule

Der trockene Sommer 2018 hat in Berlin viele Straßenbäume an die Grenzen der Belastbarkeit herangeführt. Nicht nur zu kleine Baumscheiben und Wurzelräume sind dafür die Ursache. Auch eine Bewässserung reicht für so manche Baumart nicht mehr aus. Es ist in den Sommermonaten schlichtweg zu heiß, zu trocken. Je nach Sonnenstand und wechselnder Schattenwirkung werden die Blatttemperaturen zu heiß. Der Stamm wird unter Umständen sogar überhitzt, die Pflanzensäfte im Stamm werden regelrecht gekocht.

Das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) des Bezirksamtes Pankow plant deshalb einen Austausch von Straßenbäumen, die an ihren Standorten nur noch geringe Entwicklungsmöglichkeiten besitzen oder bereits geschädigt sind.

Dialog mit interessierten Anwohner*innen

Die betreffenden Straßenbäume sollen durch klimaverträgliche, robustere Baumarten ersetzt werden. Hierzu möchte das SGA mit Anwohner*innen und Interessent*innen in einen Dialog treten und über die geplanten Maßnahmen informieren und lädt daher für den 4. Juni 2019, ab 17.30 Uhr, zu einem gemeinsamen Rundgang durch die beiden betroffenen Straßen ein. Treffpunkt für den Rundgang ist die Seelower-/ Ecke Schivelbeiner Straße.

Was ist Klimaverträglichkeit?

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) und die Stiftung Klimawald haben ein „Klimabaumsortiment 2014″ aufgestellt, und darin Bäume aufgenommen, die besonders robust sind – auch unter den veränderten Extrem-Bedingungen in der Stadt:

– Hainbuche (Carpinus betulus),
– Rotbuche (Fagus sylvatica),
– Stieleiche (Quercus robur),
– Winterlinde (Tilia cordata),
– Ginkgo (Ginkgo biloba),
– Libanon Zeder (Cedrus libani),
– Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. Nigra)
– Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

gelten als besonders unempfindliche Baumarten und werden daher für Neupflanzungen empfohlen.

Die Baumschule Lorenz von Ehren hat noch eine andere Beurteilungsmöglichkeit geschaffen. Die Klima Arten Matrix beurteilt Baumarten nach Winterhärte und Trockenheitstoleranz.

Klima Arten Matrix

Bäume pflanzen – eine Investition die Zukunftsicher geplant wird

Die Fachdiskussion unter den Verantwortlichen in den grünen Branchen hält schon seit Jahren an. Welche Bäume können noch zur Pflanzung empfohlen werden? Insbesondere Gartenamtsleiter sind hier gefragt, denn wenn sie ihr Amt in jungen Jahren antreten, möchten sie auch gern im Rentenalter nach 40 Jahren noch „gesunde Ergebnisse“ ihrer Tätigkeit bewundern können. Natürlich wollen auch alle Anwohner gern gesunde Straßenbäume mit schattenspendenden Kronen, Blüten und schönen Blättern und Herbstfarben haben.

Dr. Philipp Schönfeld hat die Thematik zu letzt umfänglich in der Zeitschrift Stadt + Grün 3/2018 abgehandelt: „Klimabäume: welche Arten sind zukunftsträchtig?“.

Er nennt noch viele in Frage kommende Baumarten und verweist auch auf besondere Alternativen wie z.B. Ulmus ‚Columella‘, eine widerstandsfähige Ulmenart; oder auf Acer x freemanii ‚Autumn Blaze‘, eine harte und robust Ahornsorte.

Eine Besonderheit sticht jedenfalls heraus: „Als wichtige Eigenschaften der „Klimabäume“ werden immer wieder die Toleranz gegenüber Hitze sowie Luft- und Bodentrockenheit genannt, neben ausreichender Winterhärte. Überraschenderweise stammen allerdings 13 der 34 Arten aus dem Lebensbereich 2 „Auen- und Ufergehölze“. Dies ist dann auch der stille „Wink mit der Gießkanne“: nur bei ausreichender Bewässerung im Sommer lohnt es vielerorts noch, überhaupt Straßenbäume zu pflanzen!


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