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Start der Brunnensaison am Prager Platz

Start der Brunnensaison 2019

Die Berliner Wasserbetriebe hatten zum Start in das „Fontäne-Jahr“ eingeladen. Am 17. April 2019, um 13.40 Uhr, wurde die Fontäne auf dem Prager Platz eingeschaltet. Den offiziellen Start der Brunnensaison eröffneten die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Oliver Schruoffeneger, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon.

Mit der feierlichen Saisoneröffnung wird eine wichtige Etappe der Rekommunalisierung der öffentlichn Springbrunnen und Wasserspiele markiert. Die bisher in Regie der WALL-Firmengruppe betriebenen Bunnen werden von den Berliner Wasserbetriebe übernommen, gewartet und gereinigt.

Erst im März was der Rahmenvertrag mit dem Land Berlin unterzeichnet worden. Start ist zunächst in acht Berliner Bezirken. Die Berliner Wasserbetriebe übernehmen in diesem Jahr 146 Zier- und Tiefbrunnen, Fontänen, Wasserfälle und Planschen in ihre Pflege.

Der investive Teil der baulichen Erhaltung ist weiter Sache der Bezirke.

Schrittweise kommen bis spätestens 2028 weitere rund 125 Brunnen in den verbleibenden Bezirken dazu – so sieht es die zwischen dem Land Berlin und den Wasserbetrieben unterzeichnete Rahmenvereinbarung vor. Ab Ostern 2019 haben die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf (28 Anlagen), Tempelhof-Schöneberg (22), Treptow-Köpenick (17), Pankow (16), Steglitz-Zehlendorf (10), Spandau (5) und Neukölln (3) ihre Brunnenanlagen an die Berliner Wasserbetriebe übergeben.

Hier kümmern sich derzeit 12 Mitarbeiter um Wartung, Reinigung und Pflege. Weitere sieben Mitarbeiter werden schon gesucht. Für die Brunnenwartung werden nur Elektro-Fahrzeuge eingesetzt.

Ablösung des privaten Brunnensponsoring

Der Betrieb und die Unterhaltung von Zierbrunnen war in Berlin bisher überwiegend durch bilaterale Verträge der Bezirke mit privaten Werbeunternehmen geregelt, denen dafür im Gegenzug Werbeanlagen im öffentlichen Straßenland gestattet wurden. Dies verursachte auch hohen Verwaltungsaufwand.

Das Land Berlin hat sich bereits 2016 von diesem Koppelungssystem verabschiedet, mit den Berliner Wasserbetrieben eine Absichtserklärung zur Übernahme des Brunnen-Services geschlossen und dem Unternehmen die Bewirtschaftung von 45 Brunnen in Friedrichshain-Kreuzberg als Pilotprojekt übertragen. Inzwischen ist eine berlineinheitliche Regelung in Gang gesetzt, die mit einer Jahresabrechnung und monatlichen Abchlagszahlungen auch die Verwaltung erheblich vereinfacht.

„Die Brunnen im öffentlichen Raum zieren die Stadt und sie sind natürlich ein wichtiger Faktor, die Lebensqualität in Berlin deutlich zu erhöhen“, betonte Umweltsenatorin Regine Günther. Der Erhalt und Betrieb der Brunnen solle nun auch aus einer Hand mit gleichen Standards gewährleistet werden. „Wir haben seit 2017 in Friedrichshain-Kreuzberg, dem Bezirk mit den meisten Springbrunnen, gezeigt, was wir können“, sagt Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon. „Jetzt freuen wir uns auf die neuen Aufgaben.“

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m/s
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