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Radverkehrs-Investitionen 2020 für über 1,3 Mio Euro umgesetzt

Ossietzkystraße am 20.7.2020

Die Schlußabrechnungen liegen vor. Vollrad Kuhn (Bündnis90/Die Grünen), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste zog seine Bilanz für das vergangene Jahr: „Radverkehrsmaßnahmen für über 1,3 Mio. Euro wurden in 2020 umgesetzt.“
Insgesamt wurden im Bezirk Pankow 1.367.820 Euro investiert. Größter Posten war dabei der 1. Bauabschnitt des Radweges in der Danziger Straße, in den 2020 rund 429.000 Euro geflossen sind. Ebenfalls zu den größten Investitionen zählte die Umsetzung der Fahrradstraße Ossietzkystraße, deren Wirksamkeit im Jahr 2021 noch mit einer Verkehrszählung überprüft werden soll. Darauf sollen dann ggf. ergänzende Baumaßnahmen folgen.

Insgesamt 780 Fahrradbügel (Kreuzberger Bügel) sind in den Ausgaben
enthalten, deren Kosten sich abhängig von den örtlichen Gegebenheiten
stark unterscheiden, im Mittel inkl. sämtlicher Arbeiten aber bei 320
Euro/Bügel liegen.

Vollrad Kuhn erklärte dazu: „Mit Corona hatten wir in 2020 sehr widrige Umstände. Dass wir trotz dieser Bedingungen eine siebenstellige Summe für den Radverkehr auf die Straße bringen konnten, stimmt mich zuversichtlich, was die weitere Umsetzung der Mobilitätswende bei uns im Bezirk angeht.“

Weitere Fahrrad-Planungen für 2021-2023

Weitere Fahrradstraßen sind in Pankow geplant. Insgesamt sollen weitere 19 Fahrradstraßen eingerichtet werden. Der bereits geplante Umbau der Stargarder Straße ist noch verzögert.
Im Jahr 2021 werden hier Fahrradstraßen geplant:

  • Bizetstraße
  • Dunckerstraße (zwischen Stargarder und Wichertstraße)
  • Gleimstraße
  • Kollwitzstraße

Bis Ende 2023 sind Vorhaben in Planung:

  • Choriner Straße
  • Esplanade
  • Erich-Weinert-Straße
  • Hufelandstraße
  • Lehderstraße
  • Mahlerstraße
  • Marienburger Straße
  • Oderberger Straße
  • Saarbrücker Straße
  • Schwedter Straße (südlicher Abschnitt)
  • Stille Straße – Güllweg
  • Waldstraße – Nordendstraße – Birkenallee
  • Wörtherstraße – Knaackstraße – Sredzistraße.

Die Umsetzung aller Maßnahmen wurde durch viele Randbedingungen im öffentlichen Straßenland beeinflusst. Dazu gehörten auch Rechtsunsicherheiten die im Bundesrecht (StVO) angelegt waren. Erst nach StVO-Reform und Inkrafttreten des Mobilitätsgesetzes ist die rechtliche Grundlage für Fahrradstraßen geschaffen. Zudem musste erst Personal gesucht und gefunden werden. Dazu kamen auch Einarbeitungszeiten und viele Umdenkprozesse, die im Fall Ossietzky-Straße bis zu sieben Jahre benötigt haben. In jedem Fall liegen nun Erfahrungen vor, mit denen künftige Hürden schneller genommen werden können!

m/s